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29 Dinge die ich letztes Wochenende beim YPSI Strength Coach Mentorship von Wolfgang Unsöld gelernt habe

Am letzten Wochenende stand endlich wieder eine Fortbildung an. Natürlich war nicht alles neu, trotzdem gab es neben den Basics, die nie vernachlässigt werden sollten auch neuen Input.

  1. Die Rolle des Krafttrainings variiert je nach Belastungsdauer in der jeweiligen Sportart.
  2. Bei Sportarten mit einem sehr großen aeroben Anteil steht die Herstellung der strukturellen Balance an erster Stelle. Dies verbessert u.A. die Bewegungsökonomie und Haltung, was wiederum der sportlichen Performance zugute kommt. Fokus und Volumen des Krafttrainings sind invers proportional zur Länge der sportlichen Belastung – Kugelstoßen vs. Marathon.
  3. Die Sportart mit dem höchsten technischen Niveau ist Brazilian Jiu Jitsu. Um darin Weltklasseniveau zu erreichen bedarf es mindestens 20 Jahre Training.
  4. Die besten Langstreckenläufer der Welt kommen aus Kenia. Dort existieren über 70 Stämme- aber nur ein einziger Stamm „produziert“ diese Weltklasseläufer. Genetik spielt im Sport eine sehr große Rolle. Siehe dazu das Buch „The Sports Gene“ von David Epstein.
  5. Je mehr Fett, desto mehr Faszie.
  6. Die Kontraktionszeit von Faszien kann zwischen 20min – 2Std. betragen.
  7. Je steifer die Faszien (Wikingertyp), desto höher die Anzahl an Myofibroblasten, desto besser und schneller ist die Wundheilung und die Regeneration. Im Gegensatz dazu steht der „Schlangentyp“ der zwar sehr beweglich ist, dessen Regeneration und Wundheilung jedoch schlechter sind als die des Nordmanns. Vgl. Robert Schleip – „Faszien Fitness“.
  8. Dein Kohlenhydratbedarf ist abhängig von drei Faktoren: Körperfettanteil, Skelettmuskelmasse, Aktivitätslevel.
  9. Muskeln haben die Fähigkeit mehr oder weniger Kohlenhydrate zu speichern. Ein untrainierter Muskel speichert ca. 12gr, während ein gut trainierter Muskel 30 – 40gr Kohlenhydrate speichern kann.
  10. Kinder sollten nicht zu früh sportlich spezialisiert werden. Für eine ganzheitliche Bewegungsausbildung sollten sie drei Arten von Sport gemacht haben: 1. Speedsport (Turnen/ Leichtathletik). 2. Teamsport (soziale Komponente). 3. Kontaktsport (Kampfsport/ Tanzen).
  11. In Sportarten mit einem hohen anaeroben Anteil (z.B. Fußball) sollte der Fokus weg von langen Ausdauerläufen zur Verbesserung der Grundlagenausdauer gehen. Anaerobe Belastungen verbessern die aerobe Fähigkeit in einem viel spezifischerem Rahmen.
  12. Es besteht ein invers proportionales Verhältnis von VO2Max zum Vertical Jump, das auf dem Kraft – Ausdauer – Kontinuum basiert.
  13. Mangelnde Beweglichkeit im Sprunggelenk erhöht die Gefahr einer Kreuzbandruptur.
  14. Die durchschnittliche Wiederholungsanzahl im YPSI beträgt 4,7Wdh.
  15. Die Muskulatur hat ein Progressionspotential von bis zu 700%. Die aerobe Kapazität hingegen nur 30 - 40%.
  16. Wenn du deine Hände zwischen deinen Schulterblättern greifen kannst, hast du einen Mangel an Hypertrophie. =)
  17. Leichte Überstreckung in der HWS beim Kreuzheben ist kein Problem. (Risk – Benefit Ratio irrelevant).
  18. Beim Bankdrücken Spotten sollten beide Hände proniert sein.
  19. Rückenschmerzen beim Bankdrücken? Möglicherweise ist dein Rectus Femoris tight.
  20. Der Suicide Grip ist für den normalen Trainierenden nicht geeignet. Trotzdem wird einer von vier Weltrekorden mit einem Suicide Grip aufgestellt.
  21. Die muskuläre Balance (Haltung) ist die wichtigste Basis konstanter und nachhaltiger Progression im Krafttraining.
  22. Ein starker unterer Rücken geht zwangsläufig einher mit einer hohen Grundkraft.
  23. Immer Range vor Load.
  24. Langhantel Nackendrücken ist die einzige Druckübung die für eine Verbesserung der Haltung sorgt.
  25. Das zentrale Nervensystem hat eine 7- mal Längere Regenerationszeit als das strukturelle System.
  26. Solange du als Mann unter 180kg Kreuzheben ausführst, kannst du 2x/Woche Kreuzheben. Alles darüber verringert die Dichte von Kreuzheben in deiner Trainingsplanung auf bis zu 1x Kreuzheben in 2 Wochen.
  27. Das einzige Kriterium für einen guten Trainingsplan: Progression.
  28. Der gewöhnliche Personaltraining Kunde braucht Progression, keine Unterhaltung.
  29. Trainingspläne die auf RPE Angaben basieren sind suboptimal, da viel zu subjektiv. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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