Stress verstehen

Man sagt, dass der durchschnittliche Bürger der westlichen Welt heutzutage einem Stresslevel ausgesetzt ist, der 100 Mal höher ist, als der seiner Großeltern. Aber was genau ist Stress?

 

Stress ist eine Veränderung unserer körpereigenen Funktionen als Antwort auf etwas, das unser Körper als gefährlich erachtet. Unser Körper wird vom autonomen Nervensystem reguliert und dieses System ist immer „eingeschaltet“. Seine Funktion besteht darin, unseren Körper in einem Gleichgewicht zwischen Ruhe und Stress zu halten.

 

Wir haben zwei Zustände unseres Nervensystems:

 

1. Parasympathischer Zustand (Parasympathikus): Dieser Zustand setzt ein, wenn wir uns in Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit fühlen. In diesem Zustand wird unser Essen verdaut und in diesem Zustand regenerieren und wachsen wir. Und wie du dir wahrscheinlich schon denken kannst, ist dies der Zustand, der am wichtigsten ist, wenn es um Fettverlust geht.

 

2. Sympathischer Zustand (Sympathikus):Das ist der Zustand, der als „Fight Or Flight“ bezeichnet wird. Das ist der Zustand, den wir als „Stress“ bezeichnen. Nicht jede Form von Stress ist schlecht. Problematisch wird es, wenn wir über einen längeren Zeitraum negativen Stress ausgesetzt sind. Positiver Stress ist notwendig für unseren Körper, um das Gleichgewicht, die Homöotase zu stören, zu wachsen und Körperfett zu reduzieren. Wir wollen nicht ständig in einem „sympathischen“ Zustand leben, sondern diesen erreichen sobald wir trainieren. Nach dem Training ist es aber unabdingbar sich so schnell wie möglich in den parasympathischen Zustand zu begeben, um sich zu entspannen und den Regenerationsprozess einzuleiten.

 

In der heutigen Welt besteht das Problem, dass wir zu viel Zeit im Sympathischen Zustand verbringen. Jeder Einzelne Mensch definiert Stress anders. Es liegt an dir, was du als negativen Stress empfindest.

 

Was könnte Stress auslösen?

 

  • Schlafmangel
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Schlechtes Bild vom eigenen Körper
  • Beziehungsprobleme
  • Arbeit
  • Umzug
  • Schlechtes Essen
  • Schlechte Hydrierung
  • Rauchen und Alkohol
  • Übertraining
  • Soziale Netzwerke
  • Umweltgifte

 

Wenn wir unter Stress stehen, sieht unser Körper das als Gefahr an und unser Gehirn hat sich seit der Zeit, in der wir Jäger und Sammler gewesen sind nicht so schnell entwickelt, wie unsere Umwelt. Damals, als wir noch in den Sympathischen Zustand verfallen sind, weil uns ein Säbelzahntiger angegriffen hat, hatten wir die Wahl- Kämpfen oder Fliehen.

 

In der heutigen Zeit ist unser Körper einer anderen Form von Stress ausgesetzt. Sie ist weniger physischer Natur als viel mehr emotionaler. Jeden Tag sind wir Stress ausgesetzt, der von vielen verschiedenen Richtungen auf uns einprasselt: von unserem Partner, unseren Kollegen, unserem Chef, Sozialen Netzwerken oder unserer Umwelt. Jedes Mal denkt unser Körper wir wären in Gefahr und antwortet mit der entsprechenden Reaktion.

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