Das Cortisol Rätsel

Cortisol ist bekannt als ein geringgradiges Adrenalin oder Stresshormon. Es ist ein Teil der Katecholamine, eine biologisch und medizinisch wichtige Gruppe chemischer Stoffe, die das Dopamin und seine Derivate umfasst, welche in den Nebennieren gebildet werden. 

Stresshormone im Organismus sind notwendig, um Anpassungen wie z. B. Muskelmassezuwachs oder Körperfettverlust auszulösen. Trotzdem ist die richtige Dosis entscheidend. Eine kleine Menge Stresshormone kann positiv sein. Chronisch erhöhte Cortisolwerte können sehr schnell zu einem Problem werden..

Auswirkungen chronisch erhöhter Cortisolwerte sind u. A.:

 

1. Schlechte Stickstoffbilanz

 

Die Stickstoffbilanz ist ein Laborwert, der die Bilanz zwischen Muskeleiweißsynthese (anabol, Muskelaufbau) und Muskeleiweißabbau (katabol, Muskelabbau) kennzeichnet. 

Es ist unerlässlich, dass wir so oft wie möglich den anabolen Zustand erreichen und ihn so lange wie möglich halten wollen. Dies führt dazu, dass wir Muskulatur aufbauen und Fett abbauen oder zumindest die Muskelmasse erhalten können. Stress und somit erhöhte Cortisolwerte wiederum führen dazu, dass der katabole Zustand überwiegt und unsere Fähigkeit Muskelmasse aufzubauen und Fett abzubauen entscheidend beeinträchtigt wird.

 

2. Schilddrüsen Fehlfunktion

Die Schilddrüse ist die wichtigste Instanz, die über unseren Stoffwechsel entscheidet. Wenn die Schilddrüsenfunktion negativ beeinträchtigt ist, sinkt unser Grundumsatz. Das bedeutet, dass wir weniger Energie in Ruhe verbrennen und das ist ein entscheidender Nachteil, wenn wir Körperfett reduzieren wollen.

 

3. Stimmungsschwankungen

Stress beeinträchtigt die Funktion des Körpers zu die Methylierung durchzuführen. Die Methylierung ist ein entscheidender Prozess, wenn es darum geht, Neurotransmitter zu produzieren. 

Neurotransmitter sind Botenstoffe, die unsere Persönlichkeit und unseren Charakter unsere Energie und unsere Befindlichkeit maßgeblich beeinflussen. Sie sorgen u. A. dafür, dass wir motiviert sind, oder uns antriebslos fühlen.

 

Serotonin

Der „Glücklichsein“ Neurotransmitter ist extrem wichtig, wenn es um Körperfettreduktion geht. Er korreliert mit mentaler Gesundheit und ist entscheidend dafür ob wir zu Depressionen neigen oder nicht.

 

Wenn der Serotonin Level niedrig ist, beeinflusst das unmittelbar unsere Laune und damit auch unsere Sicht auf die Dinge und unsere Fähigkeit das Leben zu genießen. Es ist ebenfalls ein Vorläufer des Tiefschlafhormons Melatonin dessen Abwesenheit zu schlechtem Schlaf und somit zu einem niedrigen Energielevel am Tag führt. Ein Teufelskreis.

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